Neuland Campus KI Hackathon 1 – Einstieg, Aufklärung und KI-Prototyp
17.09.2026, 09:00 > 18.09.2026, 17:00
Veranstalter: Prof. Dr. Stefan Wittenberg, Michael Steinberg
Demnächst buchbar
Von KI-Verständnis zu einem belastbaren Use Case
Der erste Hackathon bildet das Fundament. Er richtet sich bewusst an Management, Fachbereiche und – je nach Organisation – IT-Verantwortliche. Ziel ist es, ein gemeinsames, realistisches Verständnis von generativer KI zu schaffen und dieses direkt an einem unternehmensrelevanten Use Case praktisch zu erproben.
Zu Beginn steht eine strukturierte Aufklärung zu generativer KI. Die Teilnehmenden lernen, welche Aufgaben KI heute sinnvoll unterstützen kann – etwa Analyse, Zusammenfassung, Strukturierung von Wissen oder Textentwürfe – und wo ihre klaren Grenzen liegen, etwa bei Halluzinationen, fehlendem Kontext oder sensiblen Entscheidungen. Risiken werden explizit thematisiert, nicht ausgeblendet. Ergänzend wird der Unterschied zwischen Cloud-basierter KI und lokal bzw. On-Premise betriebener KI erläutert, inklusive der jeweiligen Vor- und Nachteile in Bezug auf Datenschutz, Kosten, Skalierbarkeit und Governance. Auch sichere Web- und Mobilzugriffe werden eingeordnet, um spätere Einsatzszenarien realistisch bewerten zu können.
Darauf aufbauend erfolgt die systematische Use-Case-Identifikation nach dem bewährten HTW-Vorgehensmodell. Zunächst werden datengetrieben potenzielle Einsatzfelder identifiziert. Anschließend priorisiert das Management diese Top-Down nach strategischer Relevanz. Im Hackathon selbst wird dann Bottom-Up gemeinsam mit dem Team ein konkreter Use Case ausgearbeitet. Für diesen Use Case werden bereits ROI-Hypothesen und KPIs definiert, die im späteren Pilotbetrieb überprüfbar sind. Damit wird sichergestellt, dass kein Spiel- oder Demo-Use-Case entsteht, sondern ein Kandidat für einen produktiv wirksamen Einsatz.
Im nächsten Schritt wird dieser Use Case prototypisch umgesetzt. Es entsteht eine erste Lösung, bei der internes Unternehmenswissen für generative KI nutzbar gemacht wird. Mitarbeitende können beispielsweise ausgewählte interne Dokumente manuell hochladen, semantisch durchsuchen, Inhalte zusammenfassen lassen oder gezielt Fragen zu komplexen Texten stellen – vertraulich, nachvollziehbar und ohne Datenabfluss. Diese manuelle Vorgehensweise ist bewusst gewählt, um Funktionsweise, Nutzen und Grenzen der KI klar zu verstehen.
Ein wesentlicher Bestandteil von Hackathon 1 ist der Change- und Motivationsaspekt. Management und Fachbereiche arbeiten gemeinsam an einem funktionierenden Prototypen. KI wird nicht „verordnet“, sondern gemeinsam erlebt, kritisch reflektiert und realistisch eingeschätzt. Die Teilnehmenden lernen am konkreten Beispiel und gewinnen Sicherheit im Umgang mit generativer KI.
Der Hackathon endet mit einer Management-Präsentation. Der lauffähige Prototyp wird vorgestellt, der Use Case erläutert und die definierten KPIs transparent gemacht. Gemeinsam werden die nächsten Schritte in Richtung Pilotbetrieb diskutiert.
Alle Teilnehmenden erhalten ein Schulungszertifikat, das dokumentiert, dass die wesentlichen Konzepte generativer KI, deren Chancen, Risiken und verantwortungsvoller Einsatz vermittelt wurden. Dieses Zertifikat kann als Nachweis genutzt werden, dass grundlegende Wissensanforderungen erfüllt sind, wie sie im Kontext des EU AI Act für den Einsatz von KI relevant sind.
Gleichzeitig entsteht mit Hackathon 1 ein KI-Nukleus im Unternehmen: Die geschulten Teilnehmenden wirken als Multiplikatoren, tragen Wissen weiter und bilden den Kern eines internen Teams, das weitere KI-Initiativen fachlich und organisatorisch tragen kann.